Schnee und Frost setzen unseren Wildtieren zu!

Schnee und Frost setzen unseren Wildtieren zu!

Auch wenn sich jetzt die Lage in den schneereichen Regionen wieder etwas entspannt, für die heimischen Wildtiere bleiben die Schneemassen eine Katastrophe. Jede Bewegung kostet ungeheuer viel Energie, Energie, die die Tiere jetzt nicht auffüllen können.

Überlebensstrategie: Energie sparen
Unsere Wildtiere haben sich im Laufe der Evolution an winterliche Bedingungen angepasst. Sie sparen Energie, um zu Überleben. Alles läuft auf Sparflamme. Sie senken den Stoffwechsel und die Körpertemperatur ab und bewegen sich so wenig wie irgend möglich. Dieser Energiesparmodus funktioniert aber nur, wenn die Tiere ungestört bleiben können. Wird das Wild aufgeschreckt und beunruhigt, zehrt das am lebensnotwendigen Energievorrat. Wir alle können helfen. Jeder von uns kann seinen Beitrag leisten, um dem heimischen Wild jetzt die notwendige Ruhe zu sichern.

Deshalb bittet Prof. Dr. Jürgen Vocke, Präsident des Bayerischen
Jagdverbandes, alle Wintersportler und Spaziergänger eindringlich um ihre Mithilfe: “Bitte nehmen sie Rücksicht auf unser Wild. Bleiben Sie auf den Wegen und auf den ausgewiesenen Skipisten. Leinen Sie im Wald Ihre Hunde an, damit sie nicht das Wild aufscheuchen“. Die Wildtiere brauchen jetzt Ruhe, um unter diesem Nassschneemassen überhaupt zu überleben. Das gilt vor allem für die Jungtiere, wie Rehkitze und
Rotwildkälber, betont Vocke: „ Die Wildtiere haben es bei so hohen Schneelagen schwer genug. Wir können es ihnen leichter machen, wenn wir Rücksicht nehmen und das persönliche Vergnügen vielleicht auch einmal hintenanstellen. Informieren Sie Ihre Freunde und Bekannten. So kann jeder einzelne von uns den Wildtieren in ihrer Not helfen.“

Pressestelle BJV Feldkrichen/München 16. Januar 2019

Auch wenn in unserer Region Schnee nicht das Hauptproblem ist, die derzeitige, sehr schnell angebrochene Phase mit Dauerfrost stellt auch für unsere Wildtiere eine Herausforderung dar: Wasser- und Nahrungsquellen sind ohne Übergangszeiten plötzlich nicht mehr wie gewohnt zu nutzen. Auch hier können wir durch bewusste Rücksichtnahme – wie in der obigen Pressemitteilung geschrieben – eine Menge für unser Wild tun.

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